Artikel mit ‘Kesselspeisepumpe’ getagged

Laufrad verbessert Saugverhalten in Hochdruckpumpen

Dienstag, 24. Juli 2018 von Rüdiger Nagel

Für die mehrstufigen Hochdruckpumpen der Baureihe Movitec haben die KSB-Experten ein spezielles Laufrad entwickelt. Dieses verbessert das Saugvermögen (NPSH-Wert) der Pumpen deutlich.

Das gilt vor allem für Anwendungen mit kritischen Zulaufbedingungen wie zum Beispiel Kesselspeisung sowie solchen, bei denen eine Pumpe Wasser aus niedrig gelegenen Behältern oder mit höheren Temperaturen ansaugen muss. Hier kann durch einen Druckabfall im Ansaugbereich Kavitation in der ersten Pumpenstufe entstehen. Als Folge kommt es zu übermäßigem Verschleiß an Pumpenteilen oder Motorlagern und damit zu einer reduzierten Lebensdauer der Pumpe aufgrund beschädigter Teile und einer nicht entlasteten Hydraulik.

Die Neuentwicklung ist als Alternative zum Standardlaufrad erhältlich.

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Mehrstufige Axialpumpen: Perspektiven des Einsatzes neuer Konstruktionen

Dienstag, 19. Juli 2016 von Rüdiger Nagel
Abb. 1 Das neuartige Poly-Reihenlaufrad

Abb. 1 Das neuartige Poly-Reihenlaufrad

Mehrstufenpumpen, die in Serie gefertigt werden, werden heute vorwiegend auf der Grundlage von Einzelstufen projektiert. Zudem sind bekannte Laufrad-Ausführungen nicht ohne Nachteile: So entstehen bei Ausführungen mit spiralförmigen Zulauf- und Austrittslaufvorrichtungen bei ungeplanten Betriebszuständen zusätzliche alternierende Radialkraft, die bei geringem Zulauf größere Bedeutung gewinnen. Ferner gewährleisten in Hochleistungspumpen die ringartigen und halbspiraligen Zuführungen kein hinreichend gleichmäßiges Geschwindigkeits- und Druckprofil am Eingang zum Laufrad. Dies hat zwar eine Reduzierung des Vibrations-Geräuschverhaltens zur Folge, aber die axial-radiale Strömung im Eingangsbereich des Laufrades und die darin erhöhte Flügelausladung führt zu erhöhter Ungleichmäßigkeit der Strömung mit der Folge erhöhter Kavitationsneigung, Entstehung von Vibrationen und Materialabtrag.

Diese beschriebenen Faktoren fördern die Bildung zusätzlicher Kavitationsquellen, die bei einem hohen Zulaufstrom von Q > 0,6 m3/s besonders intensiv sind und von Erosionsabtragungen an den umströmten Bauteile begleitet werden. Dies verringert den Wirkungsgrad und das Neigungsverhältnis der Druck- und Durchflusskurve in der Pumpen-Kennlinie.

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Sulzer: Völlig neuartige Drehzahlregulierung für Kesselspeise-Pumpen

Mittwoch, 25. November 2015 von Rüdiger Nagel
Rechts die Pumpe, links der vorhandene Motor und dazwischen das neuartige elektromechanische Differenzialsystem zur Drehzahlregelung (im Testfeld)

Rechts die Pumpe, links der vorhandene Motor und dazwischen das neuartige elektromechanische Differenzialsystem zur Drehzahlregelung (im Sulzer Testfeld)

Sulzer erhielt Ende 2014 einen Retrofit-Auftrag zu einer bestehenden Sulzer Kesselspeisewasserpumpe. Die bisherigen Betriebsdaten dieser Pumpe, die im Kraftwerk der PCK Raffinerie Schwedt/Oder betrieben wird, waren:

  • Leistung der Pumpe bei Volllast: 4,1 MW
  • Fördermenge: 1.000 m³/h
  • Förderhöhe: 1.355 m
  • Zwischenentnahme: 133 m³/h / 55 bar
  • Temperatur: 165°C

Hauptziel dieser Retrofit-Maßnahme war eine Reduzierung und Flexibilisierung der Fördermenge bei gleich bleibender Zwischenentnahme und Verwendung des vorhandenen Motors. Dies sind die Parameter nach der Maßnahme:

  • Fördermenge: 500 m³/h
  • Förderhöhe: 1.143 m
  • Zwischenentnahme: 133 m³/h / 55 bar
  • Temperatur: 165°C

Damit soll ein flexibler Umgang mit Energie bei höchst möglicher Effizienz erreicht werden.

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Voith: Planetengetriebe regeln Kesselspeisepumpen in Kohlekraftwerken

Freitag, 05. Juni 2015 von Rüdiger Nagel

Voith_VoreconPolen wird bis zum Jahr 2024 rund 25 Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung seiner Energieerzeugung investieren. Bei Kraftwerksneubauten setzt das Land neben Gas auch auf Kohle. Das 2019 an Netz gehende Jaworzno III wird eine installierte elektrische Bruttoleistung von 910 MW erreichen; in Opole tragen zukünftig zwei neue Blöcke mit jeweils 900 MW zur Bereitstellung der Grundlast bei. Beide Kraftwerke sind auf überkritische Dampfparameter ausgelegt und werden zu den effizientesten Kraftwerken Europas zählen.

In beiden Anlagen werden regelbare Planetengetriebe Vorecon des Typs RW mit einer Leistung von 13 beziehungsweise 18 MW die Drehzahl der Kesselspeisepumpen regeln.

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