Maag präsentiert auf der Fakuma 2026 (Halle A6, Stand 6202) die extrex⁶ EC – nach Unternehmensangaben „die erste Zahnradpumpe, die speziell für die kontinuierliche Förderung von anspruchsvollem Hart-PVC (Polyvinylchlorid) ausgelegt ist“. Ein erster Praxiseinsatz bei der Rehau Gruppe bestätigt das enorme Potenzial des neuen Pumpensystems für die Kreislaufwirtschaft.
Hart-PVC gilt aufgrund seiner hohen thermischen Empfindlichkeit und der Neigung zur Zersetzung als eines der anspruchsvollsten Fördermedien in der Extrusion. Die spaltfreie Konstruktion der extrex⁶ EC ohne Toträume verhindert das Anhaften und Stauen von Polymeren in der Pumpe. Dadurch wird die thermische Belastung des PVC signifikant reduziert und das Risiko einer Zersetzung eliminiert.
Die gleichmässige, druckstabile Förderung entlastet den Extruder signifikant. Je nach Anwendung lässt sich der Materialdurchsatz deutlich erhöhen oder bei konstantem Durchsatz eine Energieeinsparung von bis zu 20 % im Extruder erzielen.
Die Reduktion der Prozesstemperatur um bis zu 10 K senkt die thermische Belastung des Schmelzeprozesses. Dies macht den Einsatz von Stabilisatoren teilweise überflüssig.
Erfolgreicher Praxiseinsatz
Wie leistungsfähig das System unter realen Produktionsbedingungen ist, zeigen die Ergebnisse einer mehrjährigen Entwicklungskooperation mit der Rehau Gruppe. Nach intensiven Versuchen im Technikum der Firma zwischen 2022 und 2024 wurde Anfang 2025 ein finaler Prototyp erfolgreich mit einem Serienprofil getestet. Durch die Optimierung des thermischen Haushalts der Pumpe konnte Maag sicherstellen, dass die Temperaturerhöhung über die Pumpe nicht größer als 6 K war – bei einer bereits um 10 K niedrigeren Schmelzetemperatur.
Besonders beim Einsatz von kostengünstigem PVC-Recyclingmaterial mit inhärent inhomogenen Batches spielte die extrex⁶ EC ihre Stärken aus. Druckschwankungen an der Düse wurden durch den konstanten Ausstoß der Zahnradpumpe minimiert, wodurch die Produktqualität der Profile massiv stieg. Gleichzeitig sank die Belastung des Extruders um bis zu 20 %, was eine höhere Lebensdauer der Anlage und spürbare Kosteneinsparungen im Wartungszyklus verspricht. Bei sämtlichen Versuchen mit Recyclingmaterial kam es zu keinen Verfärbungen und es mussten keine zusätzlichen Stabilisatoren eingesetzt werden.







