Titan-Pumpen für aggressive Schmutz- und Grubenwässer

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Oft ist nicht die Partikelfracht, sondern der pH-Wert des Abwassers das eigentliche Problem. Selbst Edelstahl, dafür meist Pumpenmaterial der Wahl, ist nur bedingt resistent. Ist die schützende Oxidschicht beschädigt, etwa durch Kerben, blüht bald der Rost. Bei Aluminium besteht ein Schutz nur im Kernbereich von 4,5 bis 8,5 auf der pH-Skala. Dass Alu also nicht rostet, ist ein Irrtum. Gusseisen hat viele Vorteile, bietet allerdings auch nur bedingten Schutz.

Öfter als vielfach vermutet liegt der pH-Wert des Wassers im problematischen Bereich. Grobe Faustregel für Tief-, Spezialtief- und Rohstoffabbau: „Je weiter es reingeht, umso potenziell problematischer.“ Für Grubenwasser wurden bereits pH-Werte bis -3,6 gemessen. Meist ist Mischwasser der Grund, wie auch andernorts am Bau oft im Spiel.

Speziell für diese Szenarien in Kombination

  • aggressive Abwässer fördern
  • bei hoher Mobilität (häufige Standortwechsel)

hat der Pumpenhersteller Tsurumi seine neue TM-Baureihe (siehe Abbildung) entwickelt. Dabei handelt es sich um leichte Tauchmotorpumpen, bei denen alle Teile, die mit Flüssigkeit in Berührung kommen, aus Titan gefertigt sind. Sie wehren den chemischen Angriff salz- und chloridhaltiger Fördermedien wirksam ab.

Titan ist leichter als Stahl und doppelt so fest wie Aluminium. Das Material bildet eine äußerst beständige oxidische Schutzschicht aus, die unempfindlicher gegenüber Dellen, Kratzer und Kerben sein kann. In vielen Anwendungen ist Titan der Materialfavorit.

Die TM-Reihe umfasst derzeit drei Pumpentypen mit bis zu 350 Litern Fördermenge pro Minute einerseits, und 12 Metern Förderhöhe andererseits.

Durch den Gewichtsvorteil der verwendeten Titanlegierung wiegen die Pumpen trocken nur um sieben Kilogramm.

Neben Titan verbaut Tsurumi auch GFK bei sekundären Gehäuseteilen, und ultrahartes Siliziumkarbid etwa bei der Wellendichtung. Wie fast alle Pumpen im Sortiment, kommt auch die TM mit vergossenen elektrischen Leitern, doppelt innenliegender Gleitringdichtung und eingebautem Motorschutz.

Zudem lässt sich mit einem Trick die Anfälligkeit vieler Pumpen mindern: Außen angebrachte Anodenblöcke aus Aluminium oder Zink leiten die galvanischen Ströme um, und damit den korrosiven Angriff weitgehend ab.

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