Die Erfinder der elastomerbeschichteten Drehkolbenpumpe werden 90

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Abb. 1 Das Vogelsang-Werk im Jahr 1970.

Knapp 1.000 Mitarbeiter weltweit, davon rund 700 am Hauptsitz in Essen/OIdb., mehr als 25 internationale Niederlassungen und ein breites Lösungsportfolio in den Segmenten Agrartechnik, Abwasser, Biogas, Industrie und Verkehrstechnik: Das ist die Vogelsang GmbH & Co. KG heute. Die Wurzeln des international agierenden Maschinenbaukonzerns und Erfinders branchenprägender Technologien liegen in der Herstellung von Gülleholzfässern. 1929 von Hugo Vogelsang gegründet, legte sein Sohn Helmut Vogelsang (Abb. 3) in den 70er-Jahren mit der Erfindung der selbstansaugenden, elastomerbeschichteten Drehkolbenpumpe den Grundstein des heutigen Erfolgs.

Abb. 2 Der Hauptsitz in Essen/Oldb. heute.

Branchenspezifische Pumpentechnologie – berührungslose, positive Verdränger- pumpen

Bei dieser Technik drehen sich zwei Rotoren in einem Gehäuse gegenläufig und transportieren in den Lücken zwischen den Rotorflügeln und der Außenwand ein Gas (meistens Luft) von der Saug- zur Druckseite. Dieses sogenannte Roots-Gebläse erfanden die amerikanischen Gebrüder Roots im Jahr 1860. Nach dem gleichen Prinzip – jedoch für Flüssigkeiten – arbeiten auch die heutigen Drehkolbenpumpen von Vogelsang, die bereits 1970 international patentiert wurden. Die Besonderheit der Vogelsang-Drehkolbenpumpen liegt einerseits in der Verdrängertechnik und andererseits in der Elastomerbeschichtung der Drehkolben. Die auf die Kolben aufvulkanisierte Beschichtung macht die Drehkolbenpumpe besonders robust und unempfindlich gegenüber Fremdkörpern wie Steinen oder Metallteilen und auch gegenüber aggressiven Medien wie Chemikalien oder Heizöl.

Abb. 3 Helmut Vogelsang, der Erfinder der selbstansaugenden Drehkolbenpumpe.

Je nach Beschaffenheit der Flüssigkeiten – von hoch viskos über abrasiv bis hin zu fremdkörper- oder faserstoffbelastet – stellt das zu pumpende Medium verschiedene Anforderungen an Leistung, Bauweise und Material der Drehkolbenpumpe. Daher bietet Vogelsang heute branchenspezifische Pumpentypen an. Die Industriepumpen der IQ-Serie beispielsweise sind robust und leistungsstark ausgelegt, so dass sie auch hoch viskose Medien wie Lacke oder aggressive Flüssigkeiten wie etwa Säuren und Salzlösungen zuverlässig fördern. Bei Industrieapplikationen spielen auch geringe Betriebskosten und kurze Wartungszeiten eine wichtige Rolle. Das hat Vogelsang bei der Entwicklung der IQ-Serie berücksichtigt. Die Pumpenkammer ist vollständig in den Pumpendeckel integriert. Das ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die Förderelemente. Die Pumpe selbst bleibt bei dem Servicevorgang fest in der Rohrleitung verschraubt und lässt sich innerhalb kürzester Zeit warten. Insgesamt ist das Pumpenprogramm flexibel konstruiert, so dass Vogelsang auch kurzfristig auf aktuelle Markanforderungen und Bedürfnisse der Anwender reagieren kann. Daher ist beispielsweise auch eine Kombination aus Pump- und Zerkleinerungstechnik möglich, welche ihren Einsatz bereits in zahlreichen Branchen wie etwa der Recycling- und Lebensmittelindustrie findet.

Abb. 4 Die Drehkolbenpumpe R12 – die erste Pumpenbaureihe von Vogelsang.

Lokale Produktionsstätten für mehr Kundennähe

Mit weiteren Technologien wie etwa Zerkleinerungs- und Feststoffdosierungswerkzeugen und Abwasserentsorgungssystemen für Bahn, Bus und Schiff prägt Vogelsang als Innovator und Hersteller die Märkte und setzt Standards. Das Unternehmen produziert mit einer hohen Fertigungstiefe und erweitert auch international seine Fertigungs- und Montagelinien, um kundennah agieren zu können. Dabei bleibt der Hauptsitz in Essen/Oldb. die zentrale Denk- und Fertigungsschmiede. In diesem Jahr erweitert Vogelsang den niedersächsischen Standort um ein neues Verwaltungsgebäude, eine 4.000 Quadratmeter große CNC-Halle und einen Showroom für Schulungen und Veranstaltungen. Damit schafft das mittelständische Familienunternehmen die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum und ein agiles, kundenorientiertes Auftreten am Markt. Dabei stets im Fokus: Produkte nahe an Kunden- und Marktanforderungen entwickeln – für den Erfolg des Nutzers bei der Arbeit. Engineered to work.

Abb. 5 Die Drehklobenpumpe der IQ-Serie.
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