Iwaki – Vom Handelsunternehmen zum Pumpenspezialisten

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1956 hat der japanische Ingenieur Yoshiaki Fujinaka in Tokyo die Firma Iwaki ursprünglich als reines Handelsunternehmen für Laborgeräte gegründet, bot jedoch viele andere Produkte an, wie z. B. Fernseher und Waschmaschinen, die damals als Luxusartikel galten. Schon damals hatte die Kundenzufriedenheit oberster Priorität und so verschaffte man sich schnell einen Kundenstamm. Das primäre Ziel war es jedoch sich selbst als Hersteller zu etablieren. Zunächst durch den Verkauf von Laborschüttlern, später durch die Eigenentwicklung und Fertigung dieser Geräte war das Unternehmen der Chemieindustrie sehr nahe.

Abb. 1 Die beiden ersten Iwaki Pumpen

Bereits im Jahr 1959 hat Iwaki seine ersten beiden Pumpen entwickelt. Bei diesen Pumpen handelte es sich um eine Membranpumpe DP-1 sowie eine Balgpumpe BP-1 (beide in Abb. 1) mit Pumpenkopfmaterialien aus Fluorkunststoffen. Damit war man jetzt in der Lage aggressive Flüssigkeiten zu fördern.

Das wachsende Interesse und die Nachfrage nach Chemiepumpen führten bereits Anfang der 1960er Jahre dazu, dass sich Iwaki auf die Produktion von Pumpen konzentrierte. Der Durchbruch kam mit der Erfindung der PP1 Laborpumpe durch Fujinaka. Dies war die erste Kreiselpumpe der Welt mit Pumpenkopf aus Fluorkunststoff. Sie war zuverlässig, kompakt und damit perfekt für den Geräteeinbau (OEM) geeignet.

1962 erhielt Iwaki daraufhin den ersten Großauftrag für den Einbau seiner Kreiselpumpe LP-1 in Getränkeautomaten. Innerhalb kurzer Zeit hatten mehrere japanische Hersteller die Pumpe implementiert.

Abb. 2 Die erste Magnetkreiselpumpe aus Kunststoff MD-15

Iwaki konzentrierte sich dennoch weiter auf den Chemiesektor und entwickelte 1967 mit der MD-15 die erste Magnetkreiselpumpe aus Kunststoff. Daraus entwickelte sich eine komplette Modellserie unter der Bezeichnung MD (Abb. 2), eine der meistverkauften Kreiselpumpen weltweit, die noch heute produziert wird.

1973 brachte das Unternehmen die erste magnetgetriebene Prozesskreiselpumpe aus Fluorkunststoff (MD-F) auf den Markt. Mit dieser hermetisch dichten und korrosionsbeständigen Konstruktion gelang Iwaki endgültig der Durchbruch als Hersteller von Chemiepumpen.

Um auch international Fuß zu fassen, buchte Iwaki auf der Achema 1976 zum ersten Mal einen Messestand in Deutschland. Mit dieser Aufgabe wurde Akira Aiyama, der seinen ersten Aufenthalt in Deutschland vor sich hatte, betraut. Die große Nachfrage in Europa nach Iwaki Pumpen und der Ausbau des Händlernetzes mündete 1985 in der Berufung von Aiyama zum ersten Geschäftsführer der neu gegründeten Iwaki Europe GmbH in Düsseldorf gegründet. Um noch schneller auf und flexibler auf Anfragen reagieren zu können, erfolgte bereits 1992 der Umzug von Düsseldorf an den jetzigen Standort in Willich am Niederrhein, mit eigener Produktionsstätte, Testständen und einem Zentrallager für Europa. Neben Deutschland verfügt die Iwaki Europe GmbH heute über eigene Niederlassungen in den Niederlanden, Spanien, Italien sowie Polen und betreut von diesem Standort aus zahlreiche Joint Ventures sowie Vertriebspartner in Europa.

Iwaki hat sich seit der Erfindung der ersten Magnetkreiselpumpe rasant entwickelt und investiert weiter massiv in Forschung und Entwicklung. Rund 20 Prozent der Mitarbeiter entwickeln ständig neue Produkte sowie Technologien und arbeiten dabei eng mit den Vertriebs- und Marketingabteilungen zusammen, die fortlaufend das Feedback der Betreiber sammeln und Märkte analysieren.

Die Muttergesellschaft ist mit der Zentrale in Tokyo, zwei Produktionsstätten (Saitama und Miharu) und einem Technical Center, mittlerweile auf mehr als 900 Mitarbeitern angewachsen. Heute ist Iwaki ein transnationales Unternehmen das mit eigenen Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Distributoren in mehr als 30 Ländern der Welt präsent ist.

Iwaki ist heute nach eigener Einschätzung „ein Synonym für Langlebigkeit, höchste Qualität, innovative Produkte und hermetisch dichte Pumpen.“ Bestes Beispiel dafür sind die magnetgetriebenen Prozess-Kreiselpumpen in „kontaktfreiem oder selbstkühlendem“ Design sowie in trockenlauffähiger Ausführung.

Durch die Kooperation mit der japanischen Firma Sanwa verfügt Iwaki seit 2014 auch über ein umfangreiches Programm an Magnetkreiselpumpen in Edelstahl und Sonderlegierungen. Das gesamte Pumpensortiment umfasst mittlerweile mehr als 60 Pumpenserien mit über 600 Varianten. Neben den Magnetkreisel- und Dosierpumpen verfügt Iwaki auch über ein umfangreiches Programm an Zahnrad-, Turbinen-, Taumelkolben-, Gasmembran, Doppelmembran- und Balgpumpen.

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