Kärcher/Woma: Schiffssanierung mit Höchstdrucktechnik

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cap_san_diegoDas größte noch fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt liegt heute im Hamburger Hafen, an der Überseebrücke, gleich neben den Landungsbrücken und in Sichtweite des Michels, einem der Wahrzeichen der Stadt. Wegen ihrer elegante Form, aber vor allem ihrer weithin leuchtenden Farbe wird die knapp 160 m lange „Cap San Diego“ auch der „Weiße Schwan des Südatlantiks“ genannt.

Jetzt erstrahlt die etwas in die Jahre gekommene Dame wieder in frischem Glanz. Die Firma Kocks Oberflächentechnik (OFT) hat dabei für ihre Sanierung die äußerst effiziente Höchstdrucktechnik des Duisburger Herstellers Woma eingesetzt.
cap_san_diego_5424Insgesamt sind rund 20 Arbeiter mit der Sanierung beschäftigt gewesen, acht davon während ersten drei Wochen alleine damit, die dicke Schicht Seepocken und Miesmuscheln vom Rumpf zu entfernen. Einmal „Waschen und Rasieren“ nennt man das in der Branche. Zum Einsatz kamen dafür Höchstdruckgeräte von 750 bar und 70 l/min sowie der MK3 mit 2.500 bar und 26 l/mi.

Nachdem der Schiffsrumpf gründlich gereinigt war, mussten die alten, nicht mehr tragfähigen Lackschichten entfernt werden. Also wurden im nächsten Schritt die rund 10.000 m² des über der Wasserlinie liegenden Stahls von den mittlerweile vier übereinander liegenden, weißen Lackschichten befreit.

Für die Entlackung kam der EcoMaster MK 3 zum Einsatz. Er wird entweder mit Dieselmotor- oder Elektroantrieb geliefert, als stationäre Einheit oder wie in diesem Falle als mobiles Gerät mit einem Dieselmotor. Sein Betriebsdruck lässt sich von 1.000 bis auf 3.000 bar einstellen. Der hier eingesetzte 146 kW starke Dieselmotor treibt eine Plungerpumpe an, die bis zu 26 l/min Wasser fördert. Durch die Kompression wird das Wasser auf zirka 60 °C erhitzt, so dass keine zusätzliche Wärmeenergie hinzugefügt werden muss, um die Reinigungsleistung zu steigern.

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EcoMaster MK 3


Als Höchstleistungs-Wasserstrahlwerkzeug wurde hier eine Turbodüse mit rotierendem Düsenträgerkopf und stufenloser Drehzahleinstellung eingesetzt.

Was früher viele Arbeiter in wochenlanger Handarbeit erledigen mussten, schafft jetzt ein einziger Mensch mit Hilfe eines solchen Gerätes. Für die Arbeitssicherheit beim Einsatz dieses Hochdruckmoduls sorgt eine spezielle Steuerung mit so genanntem „Sanftanlauf“. Sie sichert, dass die Leistung beim erstmaligen Start über die Dauer von 40 Sekunden langsam aufbaut wird, bis der volle Arbeitsdruck erreicht ist. Nach jeder Arbeitspause dauert es dann vier Sekunden, bis wieder der komplette Druck da ist. So kann sich der Anwender auf die Rückstoßkraft einstellen.

Autor: Matthias Schultz

www.woma.de

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