Voith: Planetengetriebe regeln Kesselspeisepumpen in Kohlekraftwerken

Voith_VoreconPolen wird bis zum Jahr 2024 rund 25 Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung seiner Energieerzeugung investieren. Bei Kraftwerksneubauten setzt das Land neben Gas auch auf Kohle. Das 2019 an Netz gehende Jaworzno III wird eine installierte elektrische Bruttoleistung von 910 MW erreichen; in Opole tragen zukünftig zwei neue Blöcke mit jeweils 900 MW zur Bereitstellung der Grundlast bei. Beide Kraftwerke sind auf überkritische Dampfparameter ausgelegt und werden zu den effizientesten Kraftwerken Europas zählen.

In beiden Anlagen werden regelbare Planetengetriebe Vorecon des Typs RW mit einer Leistung von 13 beziehungsweise 18 MW die Drehzahl der Kesselspeisepumpen regeln.

Im Gegensatz zum traditionellen Antriebsstrang mit Dampfturbinen werden die Kesselspeisepumpen der beiden polnischen Neubauten von Elektromotoren angetrieben.

Der Vorecon von Voith verbindet Drehzahlregelsystem, Getriebe und Ölversorgung in einer Einheit. So erreicht er einen Wirkungsgrad von über 95 Prozent und minimiert gleichzeitig die Anzahl zusätzlich benötigter Aggregate. Der resultierende Gesamtwirkungsgrad ist – nach Unternehmensangaben – bis zu zwei Prozent höher als bei elektronischer Regelung, „für Betreiber bedeutet das besonders im hohen Leistungsbereich eine entscheidende Reduzierung der Betriebskosten“.

Als Grundlastkraftwerke ist der zuverlässige Betrieb für die Blöcke in Jaworzno III und Opole eine entscheidende Größe. Die verschleißfreie Regelung durch hydrodynamische Leistungsübertragung in Verbindung mit robust ausgelegter Mechanik „verdreifacht den Lebenszyklus der Regelkomponente gegenüber elektronischen Lösungen“, so eine Vioth Information.

www.voith.com

 

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